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PET/CT-Zentrum

Das interdisziplinäre PET/CT-Zentrum Würzburg gehört zu den modernsten Einrichtungen ihrer Art in Deutschland. Haupteinsatzgebiete sind die molekulare Bildgebung bei onkologischen, neurologischen und kardiologischen Fragestellungen. Neben Routineanwendungen erfolgen zahlreiche Untersuchungen im Rahmen von klinischen Forschungsprojekten. Unser Zentrum verfügt über ein eigenes Hochleistungs-Zyklotron mit GMP-Einheit zur Produktion von hochreinen Radiopharmaka sowie einen PET/CT-Tomographen der neuesten Gerätegeneration (Siemens biograph mCT64). Sämtliche Gerätschaften wurden im Jahr 2010 installiert.


Die Positronen-Emissions-Tomographie zählt zu den empfindlichsten bildgebenden Verfahren, die Tumoren mit hoher Genauigkeit im gesamten Organismus lokalisieren können. Durch die ergänzende Aufnahme einer Computertomographie lassen sich diese Befunde auch anatomisch exakt zuordnen. Die kombinierte PET/CT-Diagnostik zählt zu den fortschrittlichsten Diagnostikverfahren, die derzeit in der Onkologie verfügbar sind. In Abhängigkeit vom Tumor werden unterschiedliche Radiopharmaka eingesetzt. Die derzeit am häufigsten durchgeführte Untersuchung ist die PET mit dem Glukoseanalogon 18-F-Fluordesoxyglukose. Mit dieser Substanz lassen sich die meisten bösartigen Tumoren mit hoher Empfindlichkeit und Genauigkeit im gesamten Körper erkennen. Bestimmte Tumoren sind biologisch wenig aggressiv und nehmen entsprechend wenig FDG auf. Für das differenzierte Prostatakarzinom wird stattdessen die Substanz C-11-Cholin eingesetzt, da die Lipidbiosynthese in diesen Tumoren deutlich gesteigert ist. Für die biologische Bildgebung von Hirntumoren kommen radioaktiv markierte Aminosäuren, wie C-11-Metionin und 18-F-Fluorethyltyrosin zum Einsatz. Eine besonders spezifische Bildgebung von neuroendokrinen Tumoren ist mit dem Somatostatinrezeptor-Liganden 68-Ga-DOTATATE möglich. Neuroendokrine Tumoren weisen meist eine deutlich gesteigerte Expression dieser Oberflächenproteine auf, das Radiopharmakon bindet spezifisch an diese Proteine und können daher mittels PET/CT sehr genau nachgewiesen werden.


Das PET/CT-Zentrum Würzburg bietet das gesamte diagnostische Spektrum der Positronen-Emissions-Tomographie und der molekularen Bildgebung. Das häufigste Einsatzgebiet ist die Ausbreitungsdiagnostik bei Erstdiagnose eines malignen Tumors, insbesondere bei Lungenkarzinom, Brustkrebs sowie bösartigen Tumoren der Haut, des Dünn- und Dickdarmes sowie von hämatologischen Erkrankungen (Lymphome, multiples Myelom).

Abbildung des PET/CT-Scanners
PET/CT-Scanner